Hans, 75
Aus dem Leben gerissen

Sepsis, auch „Blutvergiftung“ genannt, stellt die schwerste Verlaufsform einer Infektion oder Entzündung dar. Jährlich sterben in Deutschland ca. 75.000 Menschen an den Folgen einer Sepsis. Bis zu 20.000 Menschen pro Jahr könnten gerettet werden, wenn die Symptome einer Sepsis früh genug erkannt und sofort behandelt würden.

Deshalb solltest Du Dich über Sepsis und die Frühsymptome informieren. Hilf mit, Leben zu retten! Sepsis ist ein medizinischer Notfall, frühzeitiges Erkennen und Behandeln rettet Leben!

Hans hat Prostatakrebs, der mit einer ambulanten Chemotherapie behandelt wird. In der Woche nach der Behandlung bekommt er zuhause Magenschmerzen, begleitet von Erbrechen und schwarzem Stuhl. Er beachtet diese Symptome jedoch nicht. Nachdem er mit dem Krankenwagen, den seine Frau rief, ins Krankenhaus kam, wurde die Diagnose Sepsis gestellt. Es folgte Therapie auf der Intensivstation, künstliches Koma, Nierenversagen mit Dialyse und schließlich der Tod.

Erika, 82
Aus dem Leben gerissen

Sepsis, auch „Blutvergiftung“ genannt, stellt die schwerste Verlaufsform einer Infektion oder Entzündung dar. Jährlich sterben in Deutschland ca. 75.000 Menschen an den Folgen einer Sepsis. Bis zu 20.000 Menschen pro Jahr könnten gerettet werden, wenn die Symptome einer Sepsis früh genug erkannt und sofort behandelt würden.

Deshalb solltest Du Dich über Sepsis und die Frühsymptome informieren. Hilf mit, Leben zu retten! Sepsis ist ein medizinischer Notfall, frühzeitiges Erkennen und Behandeln rettet Leben!

Erika lebt allein zuhause und vergisst häufig, genügend zu trinken. Als sie plötzlich Fieber bekommt, nimmt sie das nicht ernst und geht nicht zum Arzt. Am nächsten Tag ist sie plötzlich verwirrt und kann sich nicht mehr orientieren. Als sie abends von ihren Angehörigen gefunden wird, hat sie bereits das Bewusstsein verloren. Der sofort gerufene Rettungswagen kommt zu spät, denn Erika stirbt noch zuhause an einem septischen Schock, der sich aus ihrem Harnwegsinfekt entwickelt hat.

Peter, 48
Aus dem Leben gerissen

Sepsis, auch „Blutvergiftung“ genannt, stellt die schwerste Verlaufsform einer Infektion oder Entzündung dar. Jährlich sterben in Deutschland ca. 75.000 Menschen an den Folgen einer Sepsis. Bis zu 20.000 Menschen pro Jahr könnten gerettet werden, wenn die Symptome einer Sepsis früh genug erkannt und sofort behandelt würden.

Deshalb solltest Du Dich über Sepsis und die Frühsymptome informieren. Hilf mit, Leben zu retten! Sepsis ist ein medizinischer Notfall, frühzeitiges Erkennen und Behandeln rettet Leben!

Peter ist an einer Influenza (Infektion mit der „echten“ Grippe) erkrankt und bekommt immer schlechter Luft. Eine Lungenentzündung, die sich immer mehr verschlimmert, wird zu einer Sepsis. Schließlich versagen alle wichtigen Organe: die Lunge, seine Nieren, das Gehirn, der Darm. Peter verstirbt an den Folgen eines septischen Schocks.

Risikogruppen

Jeder kann an Sepsis erkranken – bestimmte Gruppen haben ein erhöhtes Risiko.

Menschen mit chronischen Erkrankungen, z.B. der Lunge, Leber oder des Herzens.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem, z.B. Diabetes-, Krebs-, Dialyse-, oder AIDS-Patienten, sowie Menschen ohne Milz.

Ältere Menschen über 60.

Kinder unter einem Jahr.

Symptome

Sepsis ist ein medizinischer Notfall, bei dem schnell gehandelt werden muss. Denn jede Stunde steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer Sepsis zu sterben um 2 Prozent. Beim Vorliegen oder Verdacht auf eine Infektion muss beim Auftreten eines der folgenden Symptome dringend eine ärztliche Abklärung erfolgen.

symptome
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Zahlen & Fakten

Sepsis ist ein oft unterschätzter medizinischer Notfall. Umgangssprachlich Blutvergiftung genannt, ist die Sepsis die schwerste Komplikation von Infektionserkrankungen.  Sie kann nicht nur durch bakterielle Infektionen, sondern auch durch Viren wie das Grippe-, Corona- oder Ebolavirus ausgelöst werden. In Deutschland sterben jährlich 75.000 Menschen an oder mit einer Sepsis1. Darunter sind mehr als 1.000 Neugeborene, Kinder und Jugendliche. 15.000 bis 20.000 der Todesfälle können pro Jahr durch folgende Maßnahmen vermieden werden2:

- Impfempfehlungen folgen

- Hygieneregeln beachten

- Früherkennung der Sepsis und ihrer Symptome

- Medizinische Behandlung als Notfall

Sepsis kann jeden treffen.

Download Sepsis-Factsheet

47 - 50 Millionen
Sepsiserkrankte pro Jahr³ weltweit.
todesfaelle
1 von 5 Todesfällen in Deutschland & weltweit ist assoziiert mit Sepsis³.
Langzeitfolgen
75
%
Bis zu 75% der Sepsisüberlebenden leiden an Langzeitfolgen.⁴

Über das Projekt

SepsisWissen (SepWiss) – Stärkung der Gesundheitskompetenz von Sepsis-Risikogruppen zur Verbesserung der Sepsis-Früherkennung und -prävention

Projektbeschreibung

Eine Sepsis tritt häufiger auf, als es bislang in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Ebenso wird die Wahrscheinlichkeit, an einer Sepsis zu sterben, erheblich unterschätzt. Dass Sepsis eine kritische Erkrankung ist, deren (Früh)Symptome schnell erkannt und als Notfall behandelt werden müssen, ist ebenso wenig bekannt, wie die Relevanz von Impfungen als Präventionsstrategie.

Im Projekt SepsisWissen (SepWiss) sollen effektive, evidenzbasierte Kommunikations-strategien zur Stärkung der Gesundheitskompetenz von Personen mit einer erhöhten Anfälligkeit für Sepsis entwickelt und getestet werden. Dazu soll die Kenntnis der Frühwarnsymptome für eine Sepsis verbessert und der Zusammenhang zwischen Sepsis und Impfschutz vermittelt werden.

Die zentralen Kampagnenbotschaften lauten deshalb: „Sepsis früh erkennen rettet Leben“ und „Impfen hilft, Sepsis zu vermeiden“.

Konkret werden evidenzbasierte Informationsmaterialien zu Sepsis entwickelt. Im Rahmen einer Informationskampagne sollen damit Risikogruppen in der Modellregion Berlin-Brandenburg über Sepsis und frühe Warnzeichen der Erkrankung aufgeklärt werden. Außerdem sollen sie darüber informiert werden, dass man sich gegen einige Erreger, die eine Sepsis verursachen können, durch Impfungen schützen kann. Nach Abschluss der Kampagne wird ermittelt, ob sich das Sepsiswissen und die Bereitschaft, sich gegen Infektionskrankheiten impfen zu lassen, in den Risikogruppen erhöht hat.

Untersucht wird auch, welche Kommunikationsstrategien und Informationskanäle (wie z.B. Plakatwerbung, Informationsbroschüren, Soziale Medien etc.) zur Aufklärung der Risikogruppen besonders geeignet sind.
Das Projekt wird drei Jahre lang mit insgesamt etwa 2,2 Millionen Euro durch den Innovationsfonds beim G-BA gefördert.

Info zur Kampagenimplementierungsstrategie

Konsortialpartner

Wissenschaftliche Beratung & Multiplikatoren

SepsisWissen (SepWiss)
Ein Projekt der Sepsis-Stiftung
Gefördert durch:
Carl-Zeiß-Str. 12, 07743 Jena
T 03641 9323 140
M office(at)sepsis-stiftung.de
W www.sepsis-stiftung.eu

Projektleiter:
Prof. Dr. Konrad Reinhart ML
M Konrad.Reinhart(at)charite.de

Kontakt, Fragen oder weitere Infos…

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